Foto-Projekt beendet: 1 Jahr lang täglich ein Polaroid
Am 21.09.2024 ging ein Foto-Projekt zuende, das ich am 22.09.2023 begonnen hatte: jeden Tag ein Polaroid-Foto zu machen.
Kosten
Insgesamt kamen – der Februar hatte in diesem Jahr 29 Tage – 366 Fotos zusammen. Wieviel dieses Projekt gekostet hat will ich lieber gar nicht im Detail ausrechnen. Anfangs habe ich noch kleinere Stückzahlen an Polaroids gekauft und lag bei einem Preis pro Foto von über 2,50 Euro. Es geht übrigens um Polaroid 600 Bilder in Farbe. Dann habe ich angefangen Angebote wahrzunehmen und dabei große Stückzahlen zu kaufen, mit Paketen von 96 Fotos (12 Foto-Kassetten à 8 Fotos) konnte ich dann den Preis pro Bild auf immerhin ca. 1,66 Euro reduzieren. Da ich durch die Angebote aber letztendlich auch mehr Fotos gekauft habe, als alleine für das Projekt nötig waren, lässt sich das gerade gar nicht ganz so einfach sagen. Manchmal ist es glaub ich auch ganz gut, die Details nicht so genau zu kennen.
Kamera
Zum überwiegenden Großteil habe ich die Fotos mit meiner Polaroid Supercolor 635 geschossen. Diese Kamera habe ich vor einigen Jahren aus dem Nachlass meines Onkels geerbt und sie ist glücklicherweise noch voll funktionstüchtig. Ein paar wenige Fotos habe ich mit einer zweiten Kamera von einem anderen Onkel geschossen, einer Polaroid closeup 636 – bei der geht allerdings leider der Blitz nicht mehr und ließ sich auch nicht durch mehrfache Fotos reaktivieren.
Fotos
Vielleicht erstmal vorweg: keines dieser Fotos aus dem Projekt wird es hier online geben. Das Projekt war nie für eine Veröffentlichung angelegt und ich habe die abgebildeten Personen auch nie gefragt, ob sie mit einer evtl. Veröffentlichung einverstanden sind.
Allgemein kann ich über Polaroids sagen, dass ich auch nach einem Jahr alles andere als ein versierter Sofortbildkamera-Fotograf bin. Polaroids funktionieren am Besten, wenn man aus einer guten Armlängendistanz Menschen mit Blitz fotografiert oder Menschen in absolut sonnigem Umfeld, mit leicht abgedunkelter Kamera. Alles andere: schwieeeeerig! Also für mich. Normalerweise fotografiere ich Landschaften, Architektur und Details – alles drei Dinge, die ich mit der Polaroid nicht immer gut festhalten konnte. Ich würde bis heute sagen, dass ich nicht gut einschätzen kann, wie ein Bild am Ende belichtet sein wird.
Dennoch bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Aus einem ganzen Jahr jeden Tag ein Foto zu haben ist toll. Natürlich ist da auch „Ausschuss“ dabei. Aber ich hatte mir zur Regel gemacht, dass es pro Tag nur genau ein Foto gibt und egal wie das wird: das ist das Foto des Tages. Kein zweiter Versuch! Ich wollte die Unperfektheit zelebrieren und in einer Welt voller immer verfügbarer Megapixel-Kameras in der Hosentasche war das kleine, analoge, häufig leicht – manchmal sehr – unscharfe Polaroid genau das richtige dafür.
Fazit
Das Projekt war eine tolle Erfahrung und das Ergebnis absolut wert. Aus heutiger Sicht ist so eine Polaroid-Kamera aber ein ganz schöner Klotz und den ein Jahr lang immer dabei zu haben, bei jeder Reise, Urlaub, Treffen mit Freunden war manchmal auch etwas nervig. Ich werde natürlich weiterhin Polaroids machen, denn die Fotos sind – wenn sie denn was geworden sind – einfach toll, mit einem sehr schönen Charme!
Was übrigens die Antwort auf die bisher häufigste Frage ist: Nein, ich habe tatsächlich keinen Tag verpasst.