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Arthouse-Kinos

Im Februar hatte ich ja hier schon davon berichtet, dass ich mir aktuell in einem kleinen Kino um die Ecke eine Reihe von David Lynch-Filmen angesehen habe. Als die Serie vorbei war, schloss sich durch Zufall in einem anderen kleinen Kino der Stadt („Kino am Raschplatz“) die nächste Filmserie an.

In diesem Jahr war Jim Jarmuschs neuer Film „Father Mother Sister Brother“ herausgekommen und das wurde im besagten Kino mit einer Reihe seiner Filme begleitet. Im Gegensatz zur Lynch-Serie im Apollo, zeigte das Raschplatz-Kino jeden Film allerdings nur genau einmal – am Mittwochabend. Ich hatte also für einige Wochen einen festen Kino-Termin. So sah ich im Wochenrhythmus Stranger Than Paradise, Down by Law, Mystery Train, Night on Earth, Dead Man, Coffee and Cigarettes und zum Schluss Broken Flowers.

Da waren ein paar schöne Filme dabei, besonders der Episodenfilm „Night on Earth“ hat mir gefallen. Zu Broken Flowers hab ich eine kleine Geschichte – das war auch der einzige Film der Reihe, den ich schonmal gesehen hatte (von „Coffee and Cigarettes“ kannte ich ein paar Episoden). Vor vielen Jahren, als ich noch Musik über Last.fm gehört habe, kam da plötzlich Jazz, den ich großartig fand, aber da stand nur der Titel und dann „Broken Flowers Soundtrack“. Ich recherchierte also diesen Film und fand so heraus, dass der Soundtrack und damit auch das Lied, das mir so gut gefiel, von Mulatu Astatke war. Ein – ach was – der äthiopische Jazzer zur damaligen Zeit, wenn nicht sogar bis heute. Nach diesem Fund hörte ich sehr viel mehr von seiner Musik und sah ihn beim Elbjazz-Festival in Hamburg dann später auch mal live. Von daher ist für mich „Broken Flowers“ immer eng mit Mulatu Astatke verbunden und beim Schauen im Kino hab ich mich natürlich auch über die diversen Songs gefreut.

Nicht, dass ich in letzter Zeit durch diese zwei Film-Serien nicht eh viel im Kino war, aber in einer Woche kam einiges zusammen. Am Montag der ersten Aprilwoche war ich im Kino „Project Hail Mary“ schauen, am Mittwoch wurde ein Jim Jarmusch-Film gezeigt und am Donnerstag kam der letzte Lynch-Film der Reihe, sodass ich drei Mal im Kino in drei unterschiedlichen Kinos von Hannover war. Und doch hab ich nicht alles gesehen: den Auslöser für die zweite Filmserie. „Father Mother Sister Brother“ habe ich bisher verpasst. Mal schauen, ob ich es noch hinkriege, den im Kino zu schauen.

Was dieser längere Text eigentlich sagen wollte: DANKE Arthouse-Kinos. Danke, dass es euch gibt. Danke, dass ihr kleine, teils alte Filme für 4 Leute an einem Donnerstagabend zeigt. Ich freue mich schon auf die nächste Gelegenheit, wieder in eines der kleinen Kinos der Stadt zu gehen.

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