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Ton-Assistent beim Film "Kühe schubsen"

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Angefangen hat alles im August 2005. Bei uns im Jugendhaus, wo ich zu der Zeit meinen Zivildienst absolvierte hing ein Flyer von Studenten der Hamburg Media School (HMS), sie suchten noch männliche Schauspieler zwischen 15 und 19 Jahren für einen Kurzfilm, den sie im Rahmen ihres Studiums in Ostfriesland drehen wollten. Da ich seit einigen Jahren Theater spielte dachte ich mir, ich könnte ja mal hinfahren zum "Casting", zu verlieren hatte ich ja sowieso nichts. Beim Vorstellen angekommen wartete ich erstmal noch kurz – ich war wohl der letzte an diesem Tag, denn ich war alleine – und wurde dann in einen Raum gebeten. Dort stellte man mir kurz das Projekt vor und sagte, wie es jetzt weiter ginge. Ich sollte mich kurz selbst vorstellen, wer ich bin, was ich mache, weshalb ich zum Vorstellen gekommen war – das ganze wurde von einer Videokamera aufgenommen. Nach der Vorstellung wollten sie sich nochmal kurz beraten und ich sollte draußen warten. Kurze Zeit später wurde ich dann nochmal reingebeten. Die Studenten sagten mir, dass ich leider nicht zu der Rolle passen würde, da ich eben nicht nur 19 war, sondern auch so aussah und sie jemanden suchten, der noch eher wie 15/16 aussah. Dann fragten sie allerdings, ob ich Lust hätte als Ton-Assistent mit am Film zu arbeiten, sie würden noch jemanden suchen und ich würde wegen meines "lockeren, ruhigen" Auftretens gut dazu und ins Team passen. Nichts lange zu überlegen, ich sagte natürlich zu, schauspielern ist zwar einerseits sehr schön, aber Ton-Gestaltung interessierte mich auch und wann würde ich diese Chance schonmal wiederbekommen?

Sie sagten mir, dass vorraussichtlich nur am Wochenende gedreht würde (das konnte ich dann auch gut mit meiner Zivi-Stelle in Einklang bringen) und ich sollte doch einfach mal Handy-Nummer und Email-Adresse hinterlassen, sie würden sich dann melden, sobald es detaillierte Infos gäbe.
Am nächsten Tag stand Florian (Produzent) dann im Jugendhaus und sagte mir, dass die Dreharbeiten vom Donnerstag 22. bis Montag 26. September gehen würden und ich sollte doch jetzt nochmal eine definitive Zusage geben. Tja, so einfach – dachte ich – wäre das jetzt gar nicht mit der definitiven Zusage, denn schließlich musste ich an drei der fünf Tage arbeiten und die ersten drei Monate, in denen ich eigentlich noch keinen Urlaub nehmen durfte, waren noch nicht rum. Doch als ich Sigi (meinen Chef im Jugendhaus) fragte, sagte er nur "Kein Problem, füll' den Urlaubsantrag aus und damit ist das erledigt!". Gut, so einfach ging das also mit der definitiven Zusage, die Florian dann auch sofort bekam.
Die Weichen für meine Teilnahme an der Produktion waren gestellt und in zwei Wochen ging es dann ja auch schon los. Ein paar Tage vorher meldete sich Florian nochmal, da für den Mittwoch (21.09.) nochmal ein Treffen im Hotel der Crew angesetzt war, mit allen Teilnehmern.