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Hurricane 2005 – Mein allererstes Festival

Jetzt ging es aber endlich zum ersten Mal auf das eigentliche Festival-Gelände, wir hatten noch einen recht guten Zeltplatz und waren daher nach ca. 10 Minuten Fußmarsch angekommen.. jedenfalls an der Taschen- und Leibeskontrolle. Beim ersten Festivalgang noch etwas befremdlich, aber auch daran hatte man sich sehr schnell gewöhnt. Die letzte Hürde war nun überwunden und endlich betrat ich den Rasen, der in wenigen Tagen schon nicht mehr sehr grün sein sollte. Überwätilgt von den vielen Eindrücken und all den Sachen und Menschen, die es zu sehen gab, schlenderte ich langsam voran und lief dabei sogar anfangs an der ersten "kleinen" Bühne vorbei, die mir erst auffiel, als ich schon fast zur Hälfte vorbei gelaufen war, so abgelenkt war ich zu Beginn von all den Dingen, die sich mir darboten.

Das Leben auf dem Zeltplatz war ebenso lustig wie teils sonderbar. So wunderte ich mich vor allem, als plözlich eine Freundin aus unerfindlichem Grund laut "Helga" rief und daraufhin in anderen Zelten in der Umgebung diese Rufe mit weiteren "Helga"-Rufen erwidert wurden. Als das große Fragezeichen über meinem Kopf bemerkt wurde, klärte man mich auch sogleich auf, allerdings gibt es die Erklärung hier jetzt nicht zu lesen, geht selbst auf's Festival und findet es heraus!

Zum Zelten auf einem Festival gehöhrt natürlich auch, dass man es mit der Hygiene nicht so genau nimmt, kein Problem mit Essen vom Grill hat, auch nicht um 11h vormittags und man allgemein etwas luxuriös eingeschränkt lebt. Das allerdings zählt meiner Meinung nach zu den Dingen, die man später anderen Leuten mit "diese Festival-Atmosphähre" beschreibt, wozu auch "diese Freiheit auf dem Festival" gehöhrt, denn man fühlt sich schon etwas anders vom Lebensgefühl her auf einem Festival. Man kann vieles tun und lassen, wie man es möchte, man kann rumlaufen wie es einem gefällt, man bekommt zwar Sprüche zu hören, aber keine bösen und allgemein sind alle Festival-Besucher untereinander sehr freundlich und aufgeschlossen, einem wird ein Bier angeboten, man wird zum Grillen von den "Nachbarn" eingeladen usw.

Diese Freundlichkeit erstreckt sich auch vom Zelt- auf das eigentliche Festivalgelände. Bestes Beispiel, was aber mehr was mit Konzerten allgemein als speziell mit Festivals zu tun hat, ist das "wieder-hoch-helfen" vorne in der Menge vor der Bühne. In der engen Menschenmasse, die ständig in Bewegung ist und wo es schonmal beim Pogo etwas knackiger zugeht, kann es leicht mal passieren, dass jemand auf dem Boden landet, dann allerdings werden einem sofort ein Dutzend Hände entgegen gestreckt, die Leute greifen einem sprichwörtlich unter die Arme und schnell steht man wieder auf seinen zwei Beinen. Eine freundliches Klopfen auf die Schulter und ein Dankeschön (von dem man aber meistens nur die Lippenbewegung sieht und nichts hört wegen der Lautstärke der Musik) und die Sache ist erledigt!