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Ton-Assistent beim Film "Kühe schubsen"

Menke musste mit seinem Mofa vom Weg abgedrängt werden, also wurde eine Matraze vor einer Bank aufgebaut, sodass er dort gefahrlos "gegenfahren" konnte. Als nächstes sollte das Fahrerfeld von vorne während der Fahrt gefilmt werden - doch wie? Kurzerhand entschloss man sich den Wagen eines Mitarbeiters etwas zu zweckentfremden. Der Kofferraum wurde offen festgebunden, die Rückbank umgeklappt und Eike (der Kameramann) samt Kamera machten es sich im Kofferraum gemütlich. Der Ton musste natürlich auch mit an Bord, aber da kein Platz mehr für zwei Leute dort war, hat Holger diese Szene alleine aufgenommen.
Das Set war übrigens direkt an der Bahnstrecke, die auch noch ins Spiel kommen sollte, sodass wir mit dem Dreh immer etwas aufpassen mussten, dass uns nicht ein vorbeirauschender Zug grade die Aufnahme versemmeln würde. Für die Set-Sicherung war es natürlich auch noch eine Zusatzaufgabe immer auf Züge zu achten, denn Schranken hat dieser Bahnübergang nicht.
Um etwa 18 Uhr war Drehschluss, Holger und ich machten noch ein paar Atmos vom „Sound des Waldes“, halfen noch ein wenig aufzuräumen und um 19 Uhr war dann auch für uns Feierabend an diesem Tag.

Tag 5 – Alles hat ein Ende

Der fünfte und letzte Tag verlief ähnlich dem Vortag. Beginn war um 8 Uhr und es wurde weiter am Mofa-Rennen gedreht. Verschiedene Perspektiven, unterschiedliche Szenen und manche Wiederholungen. Was ich hierbei auch lernte, dass häufig nur mit einer Kamera gedreht wird, statt mit mehreren um verschiedene Perspektiven zu bekommen - ich hatte es mir bis dahin immer anders vorgestellt. An diesem Tag kam auch die Museumseisenbahn zu ihrem Auftritt, denn die Protagonisten versuchten den parallel herannahenden Zug zu überholen um noch vor ihm über den Bahnübergang zu fahren. Bewerkstellig wurde die Szene mittels einer sehr interessanten technischen Umsetzung für den Film. Mit Hilfe eines Tele-Objektivs auf der Kamera wurde aus größerer Entfernung gedreht. Durch das Tele-Objektiv wirkten die den Zug kreuzenden Mofas näher am Zug als es tatsächlich der Fall war und das ganze sah weitaus dramatischer und effektvoller aus.
Für die Abschlussszene gab es dann ein nicht grade günstiges Schmankerl. Ein Kamera-"Kran" wurde aufgebaut. Das Gerät folgt dem Prinzip einer Schaukel. Auf der einen Seite sitzt der Kameramann, auf den anderen Seite sind Gewichte und eine Person kann dann den Kameramann schwenken und bewegen, sodass dieser von oben auf die Szene filmen kann.