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Ton-Assistent beim Film "Kühe schubsen"

Bereits am zweiten Tag fühlte ich mich sehr wohl in meiner Rolle. Ich wusste was mein Job war und wie ich ihn zu machen hatte. Holger war mit den Ergebnissen zufrieden und das Team merkte nur, dass ich das zum ersten Mal machte, wenn ich es zur Sprache brachte. Die Akzeptanz des Teams zeigte sich auch darin, dass Holger und ich schnell den Spitznamen "Toni" weg hatten, es ist eben leichter Leuten Spitznamen nach ihrer Tätigkeit zu geben, als sich 20 Namen zu merken.

Tag 3 – Schietwetter

Der dritte Drehtag begann wieder um 6:15 Uhr, allerdings in Hilgenriedersiel am Deich. Da ich den Weg nicht genau kannte bin ich lieber um 5:30 Uhr losgefahren, aufstehen war also um spätestens 5 Uhr morgens angesagt. Ich fand zwar problemlos den Weg, kam aber so gut durch, dass ich als erster da war und daher etwas verunsichert, ob ich richtig war. Aber nach kurzer Zeit traf nach und nach der Rest der Crew ein. Es wurden ein paar Szenen auf dem Mofa im Morgengrauen gedreht. Schön ländlich auf dem Deich und mit Kühen im Vordergrund. Das Wetter spielte allerdings noch nicht so super mit. Es regnete und der Himmel war bedeckt. Eigentlich zum erweiterten Windschutz gedacht, zogen wir dem Mikro den sogenannten „Hund“ (auch Katze oder Wolf genannt) über den Windschutzkorb, um das ganze ein wenig vor Regen zu schützen. Alle packten sich in Regenjacken oder -capes und die Szenen wurden fix abgedreht.

Anschließend teilte sich das Team etwas auf. Ein Teil fuhr zum späteren Set im Lütetsburger Park, wir anderen fuhren erstmal wieder nach Osteel, noch ein paar weitere Szenen am Bauernhof drehen. Das Wetter war immernoch nicht toll, aber es regnete nur noch wenig, was zu diesem Zeitpunkt aber auch relativ egal war, da in einer Scheune gedreht wurde.
Danach ging es dann auch für uns nach Lütetsburg, wo es erstmal Essen für alle gab: Pizza! Von 16:30 bis etwa 18 Uhr drehten wir hier schonmal erste Szenen, die nicht zu großen Aufwand forderten, schließlich waren wir nun schon am dritten Set des Tages und alle waren bereits über 12 Stunden auf den Beinen.

Tag 4 – Dreck und Qualm im Wald

Am vorletzten Drehtag ging es erst um 8 Uhr los - war ja auch Sonntag. Von nun an sollten wir nur noch im Lütetsburger Park drehen. Das Wetter vom Vortrag hatte seine Spuren hinterlassen. Im Wald war es immernoch nass und matschig - nicht die besten Voraussetzungen. Im Wald wurde das Mofa-Rennen gedreht, allerdings gab es einige Schwierigkeiten zu bewältigen.