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Ton-Assistent beim Film "Kühe schubsen"

Das erste Treffen war sehr interessant, die vielen "alten Hasen" aus der Crew wirkten sehr abgeklärt, manchmal auch etwas ungeduldig, wenn die Studenten zwischendurch malwieder in den Zetteln nachsehen mussten, welcher Punkt denn jetzt besprochen werden musste, aber alles in allem war es eine nette Truppe, bei denen alle recht freundlich waren. Am Ende des Treffens wurde die sogenannte "Dispo" an alle ausgeteilt. Ein mehrseitiger Plan über den nächsten Drehtag. Dort war aufgeführt wie spät es losging, bzw. genauergesagt war dort aufgelistet, wann Treffen war und wie spät Drehbeginn war. Dann noch die Angabe des Drehortes mit Adresse und Wegbeschreibung, außerdem eine tabellarische Auflistung zu welcher Uhrzeit welche Szene mit welchen Schauspielern gedreht werden sollte, wann Pause war und sogar wie die Wetterprognose für den jeweiligen Tag am Drehort war, also kurzum alle Informationen die man für den Tag brauchte detailliert aufgeführt. Dass dieser Plan natürlich jeden Abend für den nächsten Tag an die gesamte Crew ausgeteilt wurde, kann man sich wohl schon denken. Anzumerken ist an dieser Stelle, dass trotz dieses Planes selbstverständlich die Termine nicht immer genau eingehalten wurden und es hier und dort mal Verzögerungen gab.

Tag 1 – Der frühe Vogel fängt den Wurm

Der erste Drehtag war am Deich in Westermarsch und das Treffen war um 6:15 Uhr - es war noch dunkel, doch daran sollt' ich mich die Tage gewöhnen. Nach kurzer Bekanntmachungsphase mit dem Team erfuhr ich dann, dass der Tonmeister noch gar nicht da war, denn für diese Szene wurde kein Ton gebraucht, da würde später etwas druntergelegt. Dass ich trotzdem so früh aufgestanden war störte mich gar nicht, ich fand alles sehr interessant und war begeisterter, stiller Beobachter.
Nach etwa zwei Stunden war die Szene gedreht und wir machten uns auf den Weg zum Set nach Osteel, gleich bei mir um die Ecke. Hier wurde mir erstmal das Ausmaß des Teams bewusst. Die Technik wurde in einem 7,5 Tonner und einem Sprinter transportiert, die Verantwortlichen für Licht und Technik waren etwa 5-6 Leute, dann noch jemand für die Maske, das Team zur Sicherung des Sets (Straßen absperren etc.) auch nochmal 4-5 Personen, der Produzent (Florian Gees), der Regisseur (Marc Brummund), die Regie-Assistenz, der Kameramann (Eike Zuleeg), der Zuständige für Script/Continuity (Vermeidung von Anschlußfehlern, Einhaltung der Drehbuchanweisungen) und natürlich die Schauspieler selbst, als da wären in den Hauptrollen Lisa Booken, Jan Wiards sowie Menke und Bernd Raveling.